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Tat - Ausgleich

Das Verfahren basiert auf dem im Jugendgerichtsgesetz (JGG) beschriebenen Täter - Opfer-Ausgleich, mit dem Jugendlichen und Heranwachsenden die Folgen ihrer Tat verdeutlicht werden kann.

Da der Begriff „Opfer“ in der Jugendsprache eine beleidigende Verwendung erfahren hat, verwenden wir den Begriff „Tat - Ausgleich“.

 

Verfahren

Der Tat - Ausgleich ist ein schulisches Verfahren, um Konflikte konstruktiv zu bearbeiten, die einseitig verursacht wurden (d.h. Täter und Geschädigte lassen sich eindeutig identifi- zieren), die schwerwiegend sind und überwiegend auch mit massiver Gewaltanwendung einhergehen. Die Geschädigten stehen im Mittelpunkt, die Täter erhalten die Gelegenheit, Verantwortung für ihr eigenes Handeln zu übernehmen.

 

Als pädagogische Maßnahme an der Grenze zu den Ordnungsmaßnahmen eröffnet der

Tat - Ausgleich die Möglichkeit, auf Schritte, wie zum Beispiel einen schriftlichen Verweis oder einen Schulausschluss, zu verzichten. Dazu muss die Schülerin oder der Schüler, die oder der einen schwerwiegenden Konflikt einseitig verursacht hat, an einem Tat-Ausgleich teilnehmen. Die Schule verzichtet auf Ordnungsmaßnahmen, wenn ein Ausgleich mit der geschädigten Person erzielt wurde. Dabei enthebt der Tat-Ausgleich die Täterin oder den Täter nicht von einer ev. zusätzlichen Schadensersatzleistung (bei Sachschaden).

 

Aufgabe des Tat-Ausgleichs ist es, einen geeigneten Kontakt zwischen der Verursacherin, dem Verursacher der Tat und der oder dem Geschädigten herzustellen und eine Aussprache zu ermöglichen. Auf diese Weise wird es möglich, gerade auch die psychische Belastung der Geschädigten zu reduzieren. Sie erhalten die Möglichkeit, der Täterin, dem Täter gegenüber die Folgen der Tat zu verdeutlichen, eine Wiedergutmachung einzufordern, und überwinden ihre Angst, indem sie über das Erlittene sprechen. Die Täterinnen und Täter werden ihrerseits dazu motiviert zu zeigen, dass sie bereit sind, die Konsequenzen ihres Handelns zu übernehmen und sich der Tat zu stellen. Sie erleben dabei aber auch, dass zwar ihr schädigendes Verhalten entschieden abgelehnt, nicht aber sie selbst als Person verurteilt werden.

 

Ablauf eines Tat-Ausgleichs

Der Tat - Ausgleich setzt sich aus vier Phasen zusammen und wird von einer speziell fortgebildeten Lehrkraft oder einer Mediatorin, einem Mediator für Tat-Ausgleich durchgeführt:

Die 5 Stufen der Implementierung – Tat-Ausgleich

  1. Information des Kollegiums, der Eltern sowie der Schülerinnen und Schüler über den Tat-Ausgleich
  2. Entscheidungsfindung in den Gremien der Schule über die Einführung des Tat-Ausgleichs
  3. Aufnahme des Tat-Ausgleichs in die Schulordnung
  4. Fortbildung der Lehrkräfte/Schulsozialarbeitenden zur Tat-Ausgleichsmoderatorin bzw. zum Tat-Ausgleichsmoderator
  5. Bericht (halbjährlich) an das Kollegium, die Eltern sowie ggfs. die Schülerinnen und Schüler über den Tat-Ausgleich

 

Um den Tat-Ausgleich an Schulen zu implementieren, müssen Lehrkräfte, Eltern sowie Schülerinnen und Schüler umfassend informiert sein. Ebenfalls ist es notwendig, seine verbindliche Umsetzung zu beschließen, das heißt, den Tat-Ausgleich in die Schulordnung aufzunehmen.

Nach Möglichkeit sollten mindestens zwei Lehrkräfte pro Schule als Moderator/Moderatorin fortgebildet sein.

 

 

Christine Laude

KONTAKT:

Christine Laude

laude@isgm-hamburg.de

Tel.: 040.52 59 58 54

Wir führen den Tat – Ausgleich in unserem Institut oder in der Schule mit den Betroffenen durch.

Weitere Informationen und Kosten auf Anfrage

Zusätzlich unterstützen wir bei der Implementierung der Methode in der Schule bzw. der Schulordnung.

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